Grünes Licht für ein vernetztes Europa

https://twitter.com/ASanderMEP/status/907560467538829312 Digital festgehaltenes Abstimmungsergebnis

Darauf haben viele monatelang gewartet: Endlich kam das Europäische Parlament nach seiner Sommerpause am 12. September in Brüssel zusammen, um abschließend über das Großprojekt WIFI4EU zu debattieren. Gleich am Morgen öffnete der Plenarsaal seine Türen, für eine gemeinsame Entscheidung ob 120 Millionen Fördergelder für flächendeckendes WLAN in den Mitgliedsstaaten frei gegeben werden.

Das Geld kann fließen

Wer wollte, konnte die Sitzung mittels Livestream verfolgen. Kurz nach 13:00 Uhr dann die Gewissheit: Der Weg ist frei für ein vernetztes Europa. Gemeinden und öffentlichen Institutionen wird die Einrichtung kostenloser WIFI4EU-Hotspots finanziert. Den Unterhalt müssen die kommunalen Betreiber selber bestreiten, für mindestens drei Jahre, sonst wird keine Finanzspritze gewährt. Kommissarin Mariya Gabriel, zuständig für Digitalwirtschaft und Gesellschaft, erklärte unter anderem: „Wir erwarten die ersten 1000 Vouchers Anfang 2018 an die Gemeinden vergeben zu können.“ Das genauere Procedere des Bewerbungsprozesses ist heute noch nicht veröffentlicht worden. Da es jetzt aber vermutlich in flottem Tempo vorwärts gehen dürfte, halten wir Augen und Ohren offen, um hier zeitnah alle Infos mitzuteilen.

Einmal registrieren – überall surfen

Der Plan sieht vor, dass alle Zugangspunkte für kostenloses Internet bis zum Jahr 2020 erstellt sind. Bürger können dann nach einmaliger Registrierung europaweit sämtliche WIFI4EU-Hotspots nutzen. Surfen, mailen und die Nutzung von Messenger-Diensten wären damit unkompliziert auch unterwegs oder während Urlaubsreisen in andere Länder möglich.